Jurybegründung 2008
Die Kulturschreiberin 2008 (Nachfolgeprojekt Seeschreiber) heißt
Susann Immekeppel.
Sie schreibt und lebt zweitweise in Monthelon/Frankreich und in Berlin Mitte. Susann setzt sich mit ihrem Text
der poder oder wie man zum titicacasee gelangt
gegen die Konkurrenz durch.
Wir sagen Glückwunsch.
Auszug aus der Begründung der Jury:
„… bei Susann Immekeppel gefällt die außergwöhnlich poetische, gradlinige, in der Brnache selten anzutreffende Tonart … sie besticht durch eine Strenge … auffallend ist die bewußt unterlegte, oftmals rücksichtslos zum Ausdruck drängende Verstocktheit gegenüber dem Gängigen … da ist absolut nichts zwischen die Zeilen gelegt … verfügt über erstaunlich vielfältige Formen der Sprachanwendung … aufbauend und zersetzend zugleich … was uns hoffen läßt … wir meinen, eine würdige Kulturschreiberin besetzt zu haben.“
Auf den drei nachfolgenden Plätzen finden sich (ohne Platznummernanspruch, rein alphabetisch) Autorinnen wieder, die unserer Ansicht nach, auch das Zeug zur Kulturschreiberin in St. Wolfgang haben.
Eva Maria C. Bader mit ihrem Text: Träge Schatten.
Anna Langhoff mit ihrem Text: Die Habseligkeiten des Schweigens.
Antje Wagner mit ihrem Text: Halbreich.
Wir haben Mut geschöpft.
Wir sind bereichert worden.
Wir werden das Wagnis wieder eingehen.
Wir wünschen allen Frauen, die sich an unserer Ausschreibung beteiligten, Phantasie, geeigneten Schaffensraum, bestmögliche Umstände für ihre weitere Schreibarbeit.
Peter Wawerzinek gibt folgenden Telegrammtext bekannt: ++ habe mich von den fast 50 Bewerberinnen überzeugen lassen+++SEEN SEHEN++ist dem überwiegenden Teil der Schreiberinnen++die genehmere Variante++erwarte Schreiblust, Erweckung und rege Beteiligung++an der Anthologie++bitte hiermit alle Frauen++Bereitschaft zu signalisieren++so diese noch vorhanden ist++selbstredend++Mit freundlichen Grüßen++Peter Wawerzinek.
Die Jury
St. Wolfgang im August 2008